TERANGA RESTAURANT

15. Mai bis 22. Juni 2003

Seit vielen Jahren verfolgen wir die spannende Arbeit der Werkstadt Graz mit großem Interesse und haben eine Projektpräsentation in Wels vorbereitet. Die Werkstadt Graz, die in Graz in der Sporgasse 16 Produktions- und Präsentationsräumlichkeiten besitzt, hat ihre Galerieräume seit einigen Monaten in ein afrikanisches Restaurant verwandelt. TERANGA ist der Name der Lokalität für afrikanische Bild- und Kochkunst, in der Bambo Sane aus Senegal neben köstlichen afrikanischen Speisen (Mafe, Benechin, Couscous, Foufou, Bananensuppe ...) auch eine „trinkbare Skulptur“ anbietet.
Das TERANGA RESTAURANT wird nun in der Galerie der Stadt Wels nachgebaut.
Ab 15. Mai werden für einige Wochen von 12 - 15 Uhr abwechselnd afrikanische und indische Kochkunst geboten. Rund um dieses in die Galerie eingebaute Restaurant werden verschiedene Projekte der Werkstadt Graz aufbereitet.


WERKSTADT GRAZ

15. Mai bis 22. Juni 2003

Die Werkstadt Graz ist vergleichbar mit einer virtuellen Stadt außerhalb des Internets. Sie thematisiert eine spezifische, meistens sozialpolitische Problematik und entwickelt die eigentlichen Arbeiten mit den vor Ort lebenden Menschen und vorhandenen Infrastrukturen. Was sie mitbringt, ist ihre spezielle Art der Kommunikation. Das gewisse Etwas (das Ästhetische? Kommunikative?

Prozessuale? Witzige? Flexible? Steirische? ... ) , das die Werkstadt Graz kennzeichnet, verbreitet sich spontan, unwissentlich und mit Geschwindigkeit in alle mentalen „Poren“ der neuen geografischen Situation.
Die
Werkstadt Graz betont, ihr Wirkungsfeld darauf aufzubauen, die „Kompetenzen“ aus anderen nicht künstlerischen Gebieten zusammenkommen zu lassen, womit sich die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft, Technik, Politik, Bildung oder Sozialengagment verwischen. Weiters arbeitet sie programmatisch daran, die gegenwärtige Trennung der Gesellschaft in Produzenten, Konsumenten und Kritiker abzuschaffen.
In der Spieltheorie wird zwischen Nullsummen- und Plussummenspielen unterschieden. Bei Nullsummenspielen gewinnt ein Spieler, der andere verliert. Somit bleibt die Gesamtsumme gleich. Ein Plussummenspiel ist eines, bei dem alle Spieler gewinnen können. Die
Werkstadt Graz arbeitet intensiv daran, Plussummenspiele Realität werden zu lassen.

(Grundlage dieses Textes ist der Aufsatz von Vanesa Cvahte im almanach 2003 der werkstadt graz: http://almanach2003.mur.at/vor/ )


20 JAHRE WELTLADEN

15. Mai bis 22. Juni 2003


Präsentation im neu errichteten WORKSHOP GRAZ

Auf Einladung der Werkstadt Graz präsentiert sich der Weltladen (Verein für internationale Solidarität in Wels) in einem eigens dafür eingerichteten „Workshop“ und bietet Lebensmittel, Kunsthandwerk und andere Besonderheiten aus dem global-realisierten „fairen Handel“ an. Auch die Idee des Weltladens ist ein Plussummenspiel. Die Lebenskultur der Produzenten, als auch der Konsumenten, ist ein tragendes Argument dieser Geschäftsidee. Neben dem Hauptgeschäft am Kaiser Josef Platz wird auch ein Verkaufsstand in der Welser Markthalle und im Bildungshaus Schloss Puchberg betrieben. Der Weltladen hat in den letzten Jahren immer wieder bei Ausstellungseröffnungen in der Galerie der Stadt Wels für faire Bewirtung gesorgt.